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Viscri legt los. Rumänienhilfe, Hilfe zur Selbsthilfe! |
Etwa 130 Frauen und Mädchen in Viscri fertigen inzwischen handgestrickte Socken in allen Größen aus reiner Schafwolle in Handarbeit. Aus den bescheidenen Anfängen entstand mit Spenden aus Deutschland eine Spinnerei, die sechs feste Arbeitsplätze bietet. Durch ehrenamtliche Unterstützer in Deutschland, Österreich und der Schweiz und Kunden auch in anderen Ländern werden die Socken zu einem Preis von drei bis sieben Euro an den Fuß gebracht. Der Verkaufserlös fließt voll an die Strickerinnen zurück, ein Teil geht in den Transport und eine sehr sparsame Organisation. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben die Aufgabe übernommen, die Socken auf Basaren, in Kirchen und Schulen zu verkaufen, im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (z.B. ACK Lüneburg, die das Projekt unterstützt). Über persönliche Kontakte ist das Projekt in Deutschland bekannt geworden. Aus dem Erlös des Sockenverkaufs können die Menschen einen Teil ihrer Lebenshaltungskosten decken: etwa mit dem Erlös aus einem Paar Schafwollsocken der Größe 40, kann mensch sich drei Brote kaufen. Rumänien hängt in der Öffentlichkeit das Etikett vom „Armenhaus Europas“ an. Das ist kein Spruch, sondern für viele Menschen bittere Wahrheit. Etwa in dem kleinen Ort Viscri, der einst von deutschen Einwanderern als Deutsch-Weißkirch gegründet wurde. Bis auf eine kleine Gruppe haben die Siebenbürgen-Sachsen den Ort in den Karpaten längst gen „goldenen Westen“ verlassen. Nachgezogen sind die Rumänen und Roma und sie haben keine Perspektive: Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus wurden die landwirtschaftlichen Genossenschaften aufgelöst, die Arbeitslosigkeit liegt bei über 90 Prozent. Weil die Landwirtschaft am Boden lag, Maschinen fehlten, besann man sich auf das Vorhandene: Das waren eben Schafe und Wolle, aus denen die Frauen des Dorfes Socken stricken und sich vom Verkauf eine feste Einnahmequelle sichern. Fast ebenso wichtig ist die Handarbeit aber auch für das Selbstwertgefühl der Menschen: Es geht nicht darum, dass die reichen Deutschen den armen Rumänen helfen, sondern die Rumäninnen verhelfen Deutschen zu warmen Füßen. Nicht nur gut gegen kalte Füße: findet jeder Kunde ein passendes Sockenpaar – wird damit auch noch das Selbsthilfeprojekt in Rumänien unterstützt. Auf Wunsch gibt es maßgenaue Westen, Pullover und Handschuhe, Decken und Kissen in der naturbelassenen Qualität und in einer individuellen Note: Jedes Paar trägt ein Etikett mit dem Namen der Strickerin. Das Sockenprojekt wurde von dem deutschen Ehepaar (Maria und Harald Riese), das vor zehn Jahren als Diakon bzw. Sozialarbeiterin nach Rumänien ging, ins Leben gerufen. Seit ihrer Ausbildung im „Oekumenische Dienst Schalomdiakonat (OeD)“ in Wethen http://www.schalomdiakonat.de/ leisten sie ihren Beitrag, Not zu lindern und Kompetenz zu gewaltfreier Konfliktbewältigung zu vermitteln. |
Bestellung - Echte Schaf Woll-Socken, / Hilfe für Rumänien: |
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Annette |
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